Jasper & Banff Nationalpark

Nach dem Mt. Robson Provincial Park ging es weiter Richtung Jasper und Banff Nationalpark. In beiden Parks war es unbedingt erforderlich einen Campingplatz zu reservieren. Wildcampen ist in den kanadischen Nationalparks absolut verboten und kann bei Missachtung Strafen bis zu 25.000$ nach sich ziehen. Leider wurde ich genau in den Tagen krank und wir hatten dementsprechend nicht ganz so viel von alledem.

Jasper war in unseren Augen etwas weniger besucht oder es hat sich vielleicht alles etwas mehr verlaufen.

Jasper

Nachdem man den Jasper NP verlassen hat, fährt man über den Icefields Parkway, der beide Nationalparks verbinden. Ungefähr auf halber Strecke kann man einen Stopp am Columbia Icefield einlegen. Im Laufe der letzten Jahre gehen die Grenzen des Gletscher immer weiter zurück. Schön zu sehen ist dies an Markierungen im Boden, die zeigen in welchem Jahr der Gletscher an welcher Stelle war.

Icefields Parkway

Wir haben trotzdem versucht das Beste draus zu machen, um die ein oder andere kurze Wanderung genießen zu können.

Wem der Lake Louise etwas sagt, der denkt, dort sei es sehr ruhig und idyllisch. Wir hatten uns schon richtig auf diesen Tag gefreut und waren dann etwas enttäuscht, denn leider ist es dort selbst in der Nebensaison schon völlig überlaufen. Damit ist gemeint, man muss Glück haben, noch eine Lücke zu finden um ein Foto vom See und vielleicht auch sich selbst machen zu können.

Banff

Let the Mountains move you

Fast zwei Wochen sind seit unserem letzten Beitrag schon wieder vergangen. Damit daheim keine Langeweile aufkommt, müssen wir natürlich mal wieder dringend etwas schreiben. In der zwischen Zeit haben wir selbstverständlich wieder einiges erlebt.

Nur wo fangen wir nach so einer langen Zeit am besten wieder an? Na klar, da wo es am schönsten war.

Am 20. Mai sind wir in Valemount, BC angekommen um eine Bekannte von Rebeccas Mutter zu besuchen, die vor ein paar Jahren nach Kanada ausgewandert ist. Wir durften mit unserem Wohnmobil bei Lisa und Ihrer Familie freundlicherweise direkt vor dem Haus stehen. An der Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön dafür!

Obwohl wir uns vorher nicht kannten, hatten wir drei wirklich tolle gemeinsame Tage verbracht. Von einer Wanderung, bis zu einem kleinen Einblick in die Forstarbeit, über nette Gespräch beim gemeinsamen Grillen war alles dabei!

Wir hätten noch ewig bleiben können, uns wäre ganz sicher nicht langweilig geworden. Nicht vergessen wollen wir eine deutsche Couchsurferin, die ebenfalls zufällig gerade zu Gast bei Lisa war und ungefähr etwas ähnliches wie auch wir in Kanada und den USA macht. Eine bunte Mischung, mit einer Überzahl an deutschen, zumindest für den Moment.

Auch der Ort Valemount hat uns wirklich gut gefallen. Umringt von Bergen, eine wirklich fantastisch Kulisse und Ruhe. Wer hier durchfährt, sollte unbedingt halt bei der Schweizer Bäckerei machen.

Von Valemount ging es weiter über den Mount Robson Provincial Park zum Jasper und Banff Nationalpark, worüber wir demnächst nochmal einen Beitrag schreiben werden.

Lillooet

Von Pemberton ging es auf dem Highway 99 weiter Richtung Norden mit dem Ziel Lillooet, vorbei an einer fantastischen Kulisse von Seen und Bergen.

Lillooet ist eine Kleinstadt von rund 2300 Einwohner, wo während des Cariboo Goldrush kurzzeitig bis zu 15.000 Einwohner lebten.

Lillooet Lake Camping

Wir nutzen auf auf unserer Reise ziemlich oft die App iOverlander, welche uns von Freunden empfohlenen wurde. Hier kann man so ziemlich alles nötige finden, wenn man mit einem Wohnmobil unterwegs ist. Campingplätze, Propan, Wasser, und Plätze, wo man kostenlos stehen kann oder eben auch Plätze mit einer tollen Lage.

Einen solchen Stellplatz hatten wir uns gestern ausgesucht. Twin One Creek am Lake Lillooet. Ungewiss, ob dort überhaupt Platz für uns ist, denn laut der App waren dort nur 6 Stellfläche angegeben. Was wir zu diesem Zeitpunkt auch nicht wussten, wie die Strecke dorthin wohl aussehen wird. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass das letzte Teilstück ungemütlich werden könnte. Ungefähr die letzten 8 km führten über eine sogenannte Forest Service Road. In Deutschland vergleichbar mit einem Waldweg. Hier werden solche Strecken unter anderem von großen LKW’s die Baumstämme transportieren genutzt.

Der erste Teil startete schon mit einem Abschnitt von 20% Gefälle. Der Rest war eine recht holprige Schotterstraße. Der Kopf rief zum umdrehen auf, das Bauchgefühl hingegen trieb uns an, doch weiter zu fahren.

Also brauchten wir für die 8 km im ersten Gang, sage und schreibe 50 Minuten.

Ich würde diese Strecke zwar nicht unbedingt nochmal fahren wollen und kann diesen Platz mit einem Wohnmobil deswegen nur eingeschränkt weiterempfehlen. Auch wenn es letztendlich einer des besten Plätze war, die wir bisher überhaupt hatten.

Keine Zivilisation in der näheren Umgebung und bis auf ein weiteres Fahrzeug, welches später am Abend ebenfalls diesen Spot ausgewählt hatte, waren wir komplett alleine dort.

 

Stawamus Chief Trail

Spontane Ideen sind meistens die besten. Auch dieses mal hat uns die AllTrails App nicht im Stich gelassen. Wir entschlossen uns am Nachmittag noch für eine Wanderung in Squamish. Der Stawamus Chief Trail zählt zu den beliebtesten in Squamish. Belohnt wird man mit einer atemberaubenden Aussicht. Allerdings nicht ganz ohne Preis.

Der Weg ist ein 6,1 km langer Rundweg und fällt unter die Kategorie schwer. Es gibt drei Bergspitzen die man bewandern kann. Wir haben uns allerdings für den „direkten Weg“ zum 2. Gipfel entschieden. Schon zu Beginn des Trails erwarten einen ziemlich steile Treppen. Wer hier nicht einigermaßen Kondition mitbringt, ist schnell am Ende seiner Kräfte. Der Weg führt weiter, immer steil nach oben, über Baumwurzeln und Geröll. Der letzte Teil erfordert dann noch mal ein wenig Balance und Geschick. Ketten, eingelassen in der Wand, bieten den nötigen Halt und eine kurze Leiter läutet dann den“entspurt“ ein.

Es ist wirklich wahr, der Ausblick ist einfach fantastisch. Der Weg hat sich ohne Frage gelohnt. Bergab war es nicht unbedingt eine Erleichterung. Der steile Abstieg über das Gestein und die Baumwurzeln ging doch ziemlich in die Knie und Oberschenkel. Nach 3 Stunden, mit kurzen Pausen und der Zeit auf dem Gipfel, haben wir 4,8 km und 585 Höhenmeter zurück gelegt und kehrten dann doch leicht erschöpft zu unserem Wohnmobil zurück.

Vielleicht haben wir nicht sehr viel von Squamish gesehen, aber alleine für diese Wanderung hat sich der Aufenthalt gelohnt. Wir sind heute morgen weiter Richtung Whistler gefahren. Leider ist das Wetter mal wieder nicht auf unserer Seite. Es regnet wieder den ganzen Tag.

White Pine Bay

Unser Besuch hat uns vergangenen Samstag wieder verlassen. Für uns hieß es dann auch Leinen los und wir verließen Vancouver gestern über den Sea-to-Sky Highway in Richtung Norden. Unser nächstes Ziel war die Stadt Squamish. Der Name kommt übrigens von einem Indianerstamm, der vor der Ankunft der ersten Europäer in diesem Teil der Provinz British Columbia lebte.

Mit Christian und Alois hatten wir nach Ihrer Ankunft am Freitag eine kleine Rundfahrt mit unserem Wohnmobil unternommen. Dabei besuchten wir das kleine Dorf Namens Horseshoe Bay, welches an der westlichen Spitze von West Vancouver liegt. Erst als wir wieder aufbrechen wollten, fiel uns ein Motel ins Auge, welches uns doch sehr bekannt vor kam. Nach ein wenig Recherche war klar, es handelte sich um das Kings Motel aus der Serie Bates Motel.

Uns wurde dann klar, dass es nicht nur das Motel war, sondern das gesamte Dorf, was als Kulisse für die Serie Bates Mote genutzt wurde. Horseshoe Bay ist White Pine Bay!

Uns war klar, dass wir diesen Ort nochmal genauer erkunden mussten. Da wir hier sowieso wieder vorbei gefahren wären, nutzten wir die Gelegenheit, um nochmal einen Abstecher nach, für uns jetzt, White Pine Bay zu machen 🙂

Da wären wir wieder beim Thema „Hollywood North“. Als Serien Fan ist es faszinierend, wenn man diese Orte entdeckt und besucht.

Nachdem wir gestern mit unserem Wohnmobil auf einem Campground übernachtet haben, erkunden wir heute etwas die Umgebung, bis die Fahrt dann weiter auf dem Sea-to-Sky Highway Richtung Norden geht.

Visiting friends

Es war eine große Überraschung für uns! Der spontane Besuch in Vancouver hat uns riesig gefreut. Wir hatten ein paar tolle gemeinsame Tage hier bei bestem Wetter. Die beiden haben uns gestern wieder verlassen und müssten mittlerweile wieder zurück sein.

Viele Dank Alois und Christian!

Follow your Dreams

Nach einem Monat in North Vancouver drängt die Lust nun endlich weiter zu reisen. Am kommenden Sonntag den 12. Mai setzen wir unsere Fahrt weiter fort. Wir planen erstmal den Sea-to-Sky Highway von Vancouver in Richtung Norden zu fahren.

Aber erstmal freuen wir uns riesig auf morgen, denn da bekommen wir Besuch aus der Schweiz. Naja, nicht direkt. Besuch aus der Schweiz, über Hawaii, auf dem Weg zurück in die Schweiz, um es genau so sagen.

Also heißt es morgen Früh mal etwas früher aufstehen und in Richtung Vancouver Airport fahren, um den Besuch zu empfangen.

Christian, wir wünschen Euch heute Nacht einen guten Flug!

All we need is spices

Wir alle kenne es und wir alle hassen es. Da findet man ein tolles, neues Rezept, welches man gerne mal ausprobieren würde, benötigt dafür aber unzählige Gewürze, die man noch nicht in seinem Sammelsurium zuhause hat. Also kauft man die Tonka Bohnen für die Plätzchen oder Garam Masala für ein orientalisches Gericht. Wenn es einem dann vielleicht nicht mal schmeckt, hat man eben wieder ein paar Gewürze mehr zuhause…

Hier in Kanada gibt es dieses Problem nicht. Zumindest nicht, wenn man Beispielsweise im Save on Foods einkaufen geht. Dort gibt es ein tolles System, wo man sich seine Gewürze, Nüsse, Süßigkeiten und Grundnahrungsmittel wie Mehl, Haferflocken, Zucker etc nach Bedarf selber abfüllen kann.

Dazu nimmt man sich einfach eine kleine Plastiktüte, schöpft sich die gewünschte Menge ab und schreibt die dazu gehörige Artikelnummer für den Kassierer auf das Verschlussbändchen.

Wir finden dieses System wirklich toll. Gerade für uns, die im Wohnmobil leben und nur ein begrenztes Platzangebot haben.

Habt Ihr so etwas in Deutschland vielleicht schon mal gesehen? Mal abgesehen vom Wochenmarkt. Schreibt gerne einen Kommentar.

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